Unterschiede bei den Grenzsicherungsanlagen West(grenze) und Ost(grenze)

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  • Guten Morgen.

    Ich bin ja schon einige Zeit hier im Forum anwesend und sehe (und staune) immer wieder welcher Aufwand betrieben wurde um die Grenze Richtung Westen abzusichern. Das geht schon los bei den B-Türmen und Führungsstellen, weiter über die Länge der einzelnen Sicherungsabschnitte, den technischen Anlagen und dem personellen Aufwand.


    Wenn ich mir dagegen meinen ehemaligen Abschnitt (die Insel Usedom) anschaue, komme ich mich vor, als hätte ich einen Gartenzaun bewacht. Seeseitig hatten wir die Küstenlinie zwischen Grenzzeichen (Säule) 923 und dem Objektzaun Peenemünde (zur Volksmarine) und landseitig gab es den Abschnitt Grenzzeichen 923 - 920 (ausschließlich GüSt Ahlbeck) und GZ 919 bis 907 sowie durch die Kamminker Kollegen den Abschnitt Gz 907 bis zum Haff (Gz 893?). Unser Hauptaugenmerk lag auf der seeseitigen Grenzsicherung und da gab es, um es mal salopp zu formulieren, nichts an Grenzsicherungsanlagen. Landseitig hatte die polnische Seite einen Spurenstreifen und eine Signalanlage (2 Lampen), die mit der Infrarotanlage gekoppelt war, zwischen 2 Grenzzeichen. Auf der deutschen Seite gab es einen mehr oder weniger löchrigen und verrosteten Maschendrahtzaun. Ab dem Gz 918 bis 907 (und weiter bis zum Haff) war selbst der nicht mehr vorhanden. Streifendienst gab es bis vom Gz 923 bis 907 keinen, dort waren lediglich die Gakl gelegentlich unterwegs.

    Auf meiner Insel gab es 4 B-Türme, davon waren 2 BT 11 in Zempin und (ich glaub) Ückeritz, einer in Trassenheide (der nicht mehr genutzt wurde) sowie den am Grenzzeichen 923. Trassenheide und GZ 923 waren Gittermasttürme. Der am GZ 923 wurde 1988 durch einen viereckigen Turm ersetzt. Auf dem Turm am GZ 923 wurde ausserdem eine bulgarische Radaranlage eingesetzt um den Schiffsverkehr sowie die Reede Swinemünde zu überwachen.


    Und weil wir grad bei den Aufklärern sind. Unsere Gakl hatten (im Vergleich zur Westgrenze) nicht die Aufgabe die Postenpaare und Grenzstreifen (mit) zu überwachen, sondern waren eher unauffällig (in Zivil) tagsüber zwischen den Urlaubern (besonders im Sommer) unterwegs. Wobei ich das mit der Postenkontrolle durch einen guten Freund und Kollegen habe, der im Bereich Treffurt gedient hat. Also nur Hörensagen und das war vielleicht in anderen Grenzabschnitten anders geregelt.


    Fahrzeuge gabs bei uns auch. Wir hatten einen Sil 130 als Scheinwerferträger, mehrere W50 bzw L60, eine UAZ und einen Trabi (zivile Ausführung mit GT-Kennzeichen). Dafür war aber unsere Funktechnik und das GMN (Grenzmeldenetz) doch sehr frühes Mittelalter.

    Wir trugen noch das gute alte (und schwere) UFT 435 (hier kann man sich das mal anschauen: Bitte melde dich an, um diesen Link zu sehen.) und unser GMN waren 2 Drähte, die auch als gewöhnliche Stromleitung durchgegangen wären. Als Hör- und Sprechgerät diente das Gummiohr (ein Bild dazu hier: http://www.neues-forum.info/index.php?title=Grenzmeldenetz , links im Bild).


    So, das soll es zu diesem Thema gewesen sein.


    Mit freundlichen Grüßen

    Meister der Reserve

    Reservemeister

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