10.Grenzbrigade Frankfurt/Oder

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    • Offizieller Beitrag

    Bildung der 10.Grenzbrigade:

    15.12.1981 - Maßnahmen der Grenzsicherung an der Grenze zur VR Polen eingeleitet und zeitweilig eine Grenzbrigade (Stäbe im verkürzten Bestand) formiert, um bei einer Verschärfung der Lage im Grenzgebiet reagieren zu können.


    Auszüge aus dem Befehl 50/81 des MfNV vom 10.06.1981 zur Bildung einer 10. Grenzbrigade:
    [...]
    (1) Bereitstellungsräume:


    [...]
    (2) Zur Bildung der 10. Grenzbrigade sind aus dem Bestand
    - des Grenzkommandos MITTE vier Kompanien, ein Zug der Sicherungskompanie 26 und zwei Züge von Bootskompanien
    - der Grenzkommandos NORD und SÜD je vier Kompanien und je ein Zug der Sicherunsgkompanien 25 und 27
    herauszulösen, zu drei Grenzbataillonen, im Bestand von vier Kompanien zu formieren und in die gemäß Anlage 1 festgelegten Abschnitte zu verlegen.
    [...]"


    Quelle: BA/MA, VA-01/40593, Bl. 175-180.


    [Mitte:]

    4.GK Heinersdorf/9 SPW - Streganz 3 Tage Feldlager

    Anfang Oktober 1981 gabs Entwarnung.


    [NORD:]

    GR-25

    12. GK Wülperode

    Am 13. 12. 1981 kam früh morgens (Zeit weiß ich leider nicht mehr) ein Anruf an den UvD der 12. GK (Wülperode), GR 25 mit einem bestimmten Kennwort, das bedeutete im Klartext volle Räumung der Kompanie bis auf das letzte Blatt Papier, besenreine Übergabe. Wenige Minuten später rief mich (Ultn., Diensthabender in der GK) der Reg.-Kommandeur (Major L.) persönlich an, redete mich mit "Du" an, was für ihn völlig unüblich war, und sagte die Worte ."Das ist ernst, H..., verstehst Du, keine Übung".

    Innerhalb von ich glaube 90 Minuten war alles was nicht mit dem Gebäude fest verbunden war bzw. Mobilar darstellte aufgeladen. Es kamen dazu einige zusätzliche LO zur Kompanie. Das Gebäude war danach buchstäblich ausgeräumt. Unser KC (Oberleutnant A.) hatte am Abend vorher kräftig einen gelüpft, den haben wir einfach in ein P 3 gesetzt, dort sollte er warten, bis es los ging.

    Dann fuhren wir in Richtung Halberstadt, von da über Madeburg nach Stendal zum Grenzkommando Nord. Auf der Strecke wurden wir an verschieden Orten von "Verstärkung" (z. B. Nachrichtentechnik) erwartet, diese reihten sich ohne dass wir extra stehenblieben in die Kolonne ein. Die gesamte Fahrt über hatten wir Polizeibegleitung.

    Erst irgendwo hinter Halberstadt erwartete uns ein höherer Kommandeur, der der Kompanieführung mitteilte, worum es überhaupt ging: Die Sicherung der Staatsgrenze zur VR Polen in Bereich Oderberg (?). Dazu sollten wir noch über Stendal fahren, um weitere Verstärkung und Technik zu bekommen. Über die Tangente MD fuhren wir mit einer irren Geschwindigkeit, dann nach Stendal.

    Allerdings endete die Fahrt auch dort. Wir wurden in einer Sporthalle (?) untergebacht und konnten nach zwei Tagen wieder zurück in unsere Kompanie.


    [SÜD:]

    GR-9

    7.GK Ummerstadt / 10.GK Eishausen

    Dez. 81 wurde die 7. nach Erfurt verlegt, das ist richtig. sie war 3 Tage in Erfurt und wir schliefen im Zug abmarschbereit. aber die 7. gehörte zu unserem II.GB die 10. zum III.GB und die wurde auch wie unsere 7. nach Erfurt auf den Zug verlegt.

    aus jedem GB wurde eine Kompanie abgestellt. In der Zeit gab es gefechtsmäßige Batt.-übergreifende Grenzsicherung wo wir bis zum 10. Abschnitt sicherten.


    GR-3

    1.GK Kirstingshof:

    Die damalige 1. GK /I.GB/GR-3 wurde nach ESA verlegt.

    Das Kompaniegebäude war jedenfalls abgeschlossen und verrammelt. Es gab dann den Befehl zur Neuaufstellung der 1. GK. Woher das personal gekommen ist - keine Ahnung. Aber um in das Gebäude zu kommen mussten die Haupteingangstür und die Türen der Dienstzimmer aufgebrochen werden, Waffenkammer usw. auch.


    GAR-11 Eisenach

    In Eisenach haben LKWs den Sommer über auf dem Ex-Platz, beladen mit allem was eine AbK. für mehrere Monate Feldlager gebraucht hat gestanden.

    Anfang Oktober 1981 gabs Entwarnung.

    Ende Oktober 1981 wurden über Nacht alle Fahrzeuge beladen und die 8.ABK fuhr Richtung Polen. Ziel die OHS Löbau.



    Wir wurden zur Grenzsicherung auf Abruf eingesetzt. Die Grenzkompanie. verbrachten mit 150 Mann einen Monat an Ort und Stelle ohne Ausgang.
    Bekanntlich verhängte ja dann Anfang Dezember 1981 Jaruzelski das Kriegsrecht in Polen und stabilisierte so (vorerst) die Lage.
    Gleichzeitig wurden NVA und GT der DDRin die erhöhte Führungsbereitschaft versetzt und zur verstärkten Grenzsicherung übergegangen.

    Im April 1982 wurden dann alle geplanten Maßnahmen aufgehoben:

    "Entsprechend einer Information des Generalstabes der Streitkräfte der UdSSR sind mit sofortiger Wirkung alle Maßnahmen, die im Zusammenhang mit der Lageentwicklung in der VR Polen in den Vereinten Streitkräften vorbereitet und durchgeführt wurden, aufzuheben.


    [...]


    2. Alle in diesem Zusammenhang mit der Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen beauftragten Stellvertreter des Ministers bzw. Chefs im Ministerium für Nationale Verteidigung anzuweisen, die getroffenen Festlegungen aufzuheben sowie die vorbereiteten und verteilten Dokumente zurückzugeben bzw. in eigener Zuständigkeit zu vernichten


    [...]"


    Quelle: BA/MA, VA-01/40593, Bl. 162.


    - NVA Forum / Grenztruppen

    - Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau, Ergänzt mit Informationen aus Unterlagen/Dokumenten und Zeitzeugen

    - invenio.bundesarchiv.de

    - Informationsweiterverwendungsgesetz §2

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Diese Geschichte beginnt so wie die meisten anderen enden; mit einem Abschied.

Es ist Sommer des Jahres 1990, die DDR stirbt. Die historischen Wahrheit verschiebt sich,

Altes verschwindet, wird verschwiegen oder vertuscht.

Für mehr als 16 Millionen Menschen beginnt ein neues, unbekanntes Leben.


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Quelle: Angehörige der Grenztruppen der DDR - GBrK - BGS - GZD - Verlage und Privat Bilder