96-er Kaserne Rudolstadt

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  • 96-er Kaserne

    Lage: Klinghammerstraße [1936 Schwarzburger Chaussee 40 ]

    Bauzeit: 1888/90

    Bauherr: Deutschen Reich

    Nutzung:

    1888-1918 III.Bataillon 7.Thüringischen Infanterieregiment Nr.96

    1919-1920 III.Bataillon Reichswehr Infanterieregiment 21

    1926 Dienstgebäude, Beamtenwohnungen

    1938 Finanzamt, Wehrbezirkskommando

    1946 Rote Armee

    ...

    1957-1961 4.Grenzbrigade

    1961-1971 13.Grenzbrigade

    1971-1984 Grenzausbildungsregiment 12

    1984-1990 Funktechnisches Aufklärungsbataillon 3 NVA

    1990 Bundeswehr

    1995 Stadtverwaltung

    1997 Staatliche Regelschule "Friedrich Schiller"


    Bau- und Nutzungsgeschichte

    Am 25.Mai 1880 teilte das Garnison-Kommando Rudolstadt dem fürstlichen Staatsministerium die Absicht mit, "das für die hier projektierte Kaserne die Erwerbung des Terrains ins Auge gefasst worden ist, welches zwischen der Saalfelder Chaussee und dem Schaalaer Wege gelegen, sich von der Richterschen Villa  bis an das Brauerische Gehöft erstrecke". Einer noch als vorläufige Bezeichneten Vorstellung zufolge sollte das Hauptgebäude an der Nordseite des ausgewählten Geländes an und parallel zum Schaalaer Weg errichtet werden. Aus dieser knappen Mitteilung ist bereits erkennbar, das man daran dachte, eine Linearkaserne zu errichten, das heißt, das gesamte seit 1867 in Rudolstadt stationierte III.Bataillon des 7.Thüringischen Infanterieregiment Nr.96 in einem Zentralgebäude unterzubringen. Aus der geplanten Stellung des Bauwerkes wird außerdem deutlich, das die Mannschaftsstuben der Idealvorstellung entsprechend nach Süden gelegen sein sollten.


    Bis zur Verwirklichung des Projektes sollten allerdings noch verschiedene Hürden zu nehmen sein und ein ganzen Jahrzehnt vergehen. Neben Koordinierungsmängeln und anfänglichen Widerständen in Rudolstadt lag das an den Finanzierungsabläufen, da jedes Bauprojekt vom Reichstag genehmigt werden musste.


    Bei ihrer Planung hatten die verantwortlichen militärischen Dienststellen, voran die Intendantur des IV.Armeekorps in Magdeburg aber offenbar keine Kontakt zu den örtlichen Behörden gehalten. Anders ist die einhellige Ablehnung nicht zu verstehen, die deren Vorstellung bei der Stadtverwaltung und den Bürgern, in gleichem Maße aber auch beim Landesratsamt und bei der Staatsregierung erfuhren. Der Oberbürgermeister war der Auffassung, das ausgewählte Gelände sei für einen Kasernenbau viel zu wertvoll, da es im westlichen Stadtentwicklungsbereich läge. Man plane, dort ein Villenviertel entstehen zu lassen. Wegen Fehlens eines entsprechenden Bebauungsplanes stütze er seine Argumentation außerdem darauf, nicht zu wissen, wohin der Bahnhof der geplanten Eisenbahn bei einer Kaserne in dieser Lage gelegt werden sollte. Der Landrat wandte sich ebenso entschieden gegen einen Kasernenbau im Westteil der Stadt. Weil er es für bedeutsam hielt, dass mit der Existenz einer Kaserne grundsätzlich unvermeidliche "Belästigung des Publikums" verbunden seien, schlug er ein Terrain im Südlich der Saale, alternativ an der Jenaer Straße vor. Der zu Rate gezogene Stadtbaumeister fand weiter Möglichkeiten für die Lage eines Kasernenbauplatzes. Er konnte sich allerdings nicht das Eingeständnisses nicht entziehen, der ausgewählte Platz westlich des Mörlagrabens sei unzweifelhaft der vorteilhafteste für den vorgesehen Zweck. Zusammen mit seiner Meinung, die Militärverwaltung wisse immer das beste zu wählen, befürchtete er aber auch, bei einer Bauausführung am geplanten Platz könnten Auswurfstoffe aller Art direkt oder indirekt in die Saale oberhalb der Stadt geraten.


    Ganz andere Sorgen hatten die Bürger der Kleinstadt voran die Gewerbetreibenden. Für sie lag der vorgesehene Bauplatz viel zu weit vom Zentrum entfernt, in dem oder in dessen unmittelbarer Nähe die Soldaten bisher untergebracht waren. Mit einer Petition wanden sie sich daher an den Fürsten. Um den Konsum für unsere arme Altstadt zu erhalten schlugen sie vor, die Kaserne südlich der Saale zu errichten. Dort störe der Bau die Stadtentwicklung in keinem Falle, außerdem würde er dort diesem armen Stadtteil von dauernden Nutzen bleiben.


    Das Staatsministerium versuchte offensichtlich, wie das früher auch schon geschehen war, sich einer unmittelbaren Stellungsnahme zunächst zu entziehen und die Verantwortung an andere Stelle zu sehen. Man ließ das Landesratsamt nämlich wissen, das eine Kaserne nicht zu den herrschaftlichen Bauten im sinne der Bauordnung gehöre und daher nicht vom Ministerium, sondern von dort zu genehmigen sei. Noch, bevor die Bürgerpetition vorgelegt wurde, hatte man sich dann aber der Auffassung von Stadt und Landrat angeschlossen und sah mit einem Kasernenbau im Westen der Stadt den schönsten Teil der hiesigen Umgebung gefährdet. Fürst Georg nahm dagegen eine ambivalente Haltung ein. Er ließ den Stadtrat einerseits dahingehen unterrichten, er habe die Militärbehörden über die städtische Interessen Unterrichten und wissen lassen, "das auch die F. Regierung Wert darauf zu legen habe, wann die Kaserne nicht im Westen, sondern an der Ost- oder Südseite der Stadt gebaut werde" Anderseits weist seine gleichzeitige Feststellung, die Ausführung des Kasernenbaues und die Ausmaße des Bauplatzes seine lediglich Sache der Militärbehörde, darauf hin, das zwischen ihm und den Militärbehörden eine Einvernahme gegeben haben muss.


    Als erstes Gremium stelle das Staatsministerium seine gegen den Westbauplatzes vorgetragenes Bedenken zurück. Die innerstädtischen Auseinandersetzungen zogen sich allerdings noch bis Ende 1881 hin. Hier hatte sich die Debatte auf die Frage der Abwasserbeseitigung mit der Befürchtung versteift, die Stadt könnte durch Einleitung in die Saale gefährdet werden. Letztlich kam man auch hier zu einer Einigung, bei der es neben der Gesichtswahrung im Kern darum ging, wer die kosten zu tragen haben.


    Anfang 1883 wurden die ersten 50000 Mark für den Kasernenbau vom Reichstag bewilligt, Mitte des Jahres war der Erwerb des vorgesehenden Gelände westlich des unteren Mörlagrabens abgeschlossen. Unerwarteterweise sahen die Bauplanung nun die Stellung des Hauptgebäudes nicht an der Nord-, sondern an der Südseite parallel zur Schwarzenburger Starße vor. Hiergegen erhob der Fürst Georg Einspruch, dem vom Kriegsministerium nach einigen widerstreben der Intendantur dank des Eingreifens des Staatsministers Berrab stattgegeben wurde.


    Über den Bauverlauf zwischen dem Baubeginn der Kaserne am 8.5.1888 und ihrem Bezug am 1.10.1890 liegen offenbar keine erhaltene Nachrichten vor. Dass der Baufortschritt durch die Verlegung der Stichbahn zur Baustelle deutlich beeinflusst wurden sein dürfte, ist daran abzulesen, das der Rohbau schon im Juli 1889 vollendet war.


    Bis zum I.Weltkrieg war die Kasernenanlage, zu der anfangs auch ein Exerzierhaus, eine Waschanstalt, ein Fahrzeugschuppen und ein Latrinengebäude gehörten, ununterbrochen Unterkunft für das III.Bataillon des Thüringischen Infanterieregiment Nr.96. Wie sich die Eigentumverhältnisse der mit fiskalischen Mitteln auf erworbenen Grund erbauten Kaserne nach dem I.Weltkrieg entwickelten, als sie nicht mehr militärisch genutzt wurde, kann im Einzelnen nicht mit Sicherheit verfolgt werden. Da sie nicht unter das Heimfallrecht fiel, es ist folgerichtig, das die Reichsbauverwaltung noch 1926 das Hausrecht wahrnahm. Zu jener Zeit fand das Hauptgebäude der Kaserne Verwendung als Dienst- und Beamtenwohngebäude. 1938 hatte das Finanzamt darin Arbeitsräume gefunden, ebenso dürften Teile des Bezirkskommandos darin untergebracht gewesen sein. Die frühere Waschanstalt, vermutlich noch vor dem I.Weltkrieg zum Kammergebäude umgebaut, war vermietet.


    1957 war die Kaserne von der später in Truppenformation umgegliederten Grenzpolizei der 4.Grenzbrigade belegt.

    Ab 1961 Standort der 13.Grenzbrigade und ab 1971 wurde es für das Grenzausbildungsregiment-12 genutzt.


    Das etwa seit 1984 zuletzt dort stationierten Funktechnischen Aufklärungsbataillon des Militärbezirks III wurde im Zuge der Wiedervereinigung aufgelöst.


    Seit 1990 wird die gegen so erheblichen öffentlichen Widerspruch errichtete Kaserne, die ein Denkmal für den etwa ein Jahrhundert gepflegten, defensionsartigen Linealbaustil derartiger Anlagen darstellt, nicht mehr Militärisch genutzt. In der Planung befindet sich (1995) die Weiterverwendung als Schulungszentrum.




    - Militärbauten in Thüringen - Arbeitshefte des Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege Ausgabe 1998

    - Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau, Ergänzt mit Informationen aus Unterlagen/Dokumenten und Zeitzeugen

    - invenio.bundesarchiv.de

    - Informationsweiterverwendungsgesetz §2



  • Baubeschreibung

    Die grundsätzliche Funtionalitätsvorstellung, bei linealbauten den Haupteingang und die wenigen Geschäftsräume zentral zu den Unterkünften, die Wirtschafts- und Speiseräumlichkeiten im Erdgeschoss, die Handwerker- und sonstige Werkräume sowie die Quartiere für Offiziere und Feldwebel in den äußeren Flügel auszuweisen, bestimmen bei diesem Bauwerk das äußere Erscheinungsbild in gleicher Weise, wie bei den Vorgängerbauten in Meiningen und Weimar.


    Der hiesige dreigeschossige axial symmetrische, massive Baukörper mit einer Gesamtlänge von 100 m wird wie jene durch seine einfachen geometrischen Formen mit Mittelbau, Seitenflügel und nach rückwärts ausgestellten Eckbauten gekennzeichnet. Anders als bei den dort verwendeten Baustoffen des roten Back- bzw. des Hausteines wirkt es auf das Auge durch seine gelb verklinkerten

    Fronten. Diese geben der Monumentalität des Gebäudes ein gefälliges Erscheinungsbild. Durch die erst kurz vor dem I.Weltkrieg auf vier Geschosse erhöhten Eckbauten erhält die sonst nur durch den risalitartig hervorstehenden Mittelbau sowie Ecklisenen und Lisenen in Kolossalordnung gegliederte Hauptfassade eine zusätzliche Unterstreichung der Senkrechten. Die zu einer Streckung des blockhaften Baukörpers führende Betonung der Waagerechten wird erreicht durch ein Sockelgesims, ein oberhalb des Erdgeschosses umlaufendes Gurtsims sowie fünf Gurtbänder im Erdgeschossbereich. Seine oberen Abschluss findet das anfangs offenbar mit einem flachen Dach versehene Gebäude mit einem wuchtigen Kranzsims. Diese gilt im besonderen für den Mittelbau und die Eckgebäude, wo die gemauerten Rundbogenfriesen durch Zahnbänder und Langfelderfriese ergänzt werden.


    Die in der Hauptfront liegenden, mit Ausnahme der Eckbauten paarig angeordneten 15 Fensterachsen weisen - zu mindestens in den Obergeschossen - schon von außen auf die jeweils dahinter liegenden Unterkunftsräume hin, deren Zugang von dem auf der Nordseite bündig anliegenden Flur ermöglicht wurde. Da Originalgrundrisse nicht mehr vorhanden sind, nach dem I.Weltkrieg u.a. zum Zwecke der Wohnraumgewinnung und auch später nicht unerhebliche innere Umbauten durch geführt, z.b. zusätzliche Treppenaufgänge eingerichtet worden sind, ist die Lage der Ost- bzw. Westseite liegenden früheren Feldwebelstuben, Offizierswohnungen ect. nicht mehr zu identifizieren. Die heute im oberen Halbgeschoss der Flügelbauten zu erkennenden Fensteraufteilungen entsprechen jedoch nicht dem Ursprungszustand, wie er auf der nördlichen Rückseite noch zu erkennen ist. Hier waren je Fensterachsenpaar der Untergeschoss fünf Rundbogenöffnungen vorhanden, denen vier als Fenster, das mittlere als Blendbogen ausgebildet waren. Letztlich vermitteln der halbrunde Abschluss der Fensteröffnungen im oberen Geschoss des Mittelbaus im Vergleich zu den Segmentenverdachungen der Masse der Fenster den Eindruck dahinter liegender, saalartiger Räume. Auf der nördlichen Rückseite weichen die Fensterachsen in ihrer Anordnung u.a. aufgrund der dort liegenden Treppenhäuser und des anliegenden Flures von derjenigen der Hauptfassade ab. Demgegenüber finden sich an der West- wie an der Ostseite gleichmäßige Abstände der Fensterachsen.


    Der Haupteingang ist wie bei allen vergleichbaren Bauten als Portal angelegt. Beiderseits wird er durch halbreliefförmige gemauerte Pfeiler mit geschmückten, balustradenartigem Portalaufsatz eingerahmt. Die Pfeilerpostamente trugen ursprünglich voneinander abgewandt sitzende Adler. Ein dritter dürfte zeitweilig in der Mitte über dem Portal in Höhe der Fensterverdachungen im 1.Obergeschoss auf einer Konsole angebracht gewesen sein.

    Durch die doppelflügelige, mit Fensteröffnung und halbrundem, ornamental verzierten Oberlichtaufsatz versehende Tür gelangt man über eine breite, von vier Schmucksäulen gerahmte Steintreppenanlage in einen vorhallenartigen Kernbereich. Von hier führen Flure weg, die auf der Nordseite liegende, zweiläufige-gegenläufige Haupttreppe erschließt die Obergeschosse. Acht in Längsrichtung angeordnete Pfeiler, ein Mittelpfeiler und die vier Säulen tragen drei auf Kreissegementen liegende Kreuzgewölbe dieses repräsentativ wirkenden Zugangs.


    Weiter Zugänge waren auf der Nordseite der Eckbauten und gegenüber dem Haupteingang angeordnet. Von der o, östlichen Eckbau liegenden Offizier Speiseanstalt führte außerdem über eine vorgelagerte Terrasse eine Treppe in den davor liegenden Gartenbereich.


    Der innere Ausbau ist im Vergleich zu der stets verfolgten Sparsamkeit bei militär-fisikalischen Bauten in Teilen recht aufwendig gestaltet. So sind die Eckbauten mündenden Flure bis in die Obergeschosse in Fortsetzung der Vorhalle ebenfalls mit einer stichbogigen, über Wandvorlagen abgestützten Deckenkonstruktionen versehen. Gerundete Türlaibungen und Rahmenfeldertüren sowie die unvermeidlichen Fliesen und Scheuerleisten in den Fluren gehören dagegen zur zeittypischen Ausstattung. Das in den Unterkünften noch vorzufindende Riemenparkett dürfte dagegen nicht dem ursprünglichen Fußbodenbelag entsprechen, für den im Regellfall Tannenholz verwendet wurde.


    Zur Kasernenanlage gehörte eine Reihe von Nebengebäuden. Am Auffälligsten ist das mit seiner Längsseite an der Klinghammerstraße stehende, knapp 65 m lange und auf einer Fußtruppenkaserne hinweisende Exerzierhaus. In gleicher Weise wie das erhaltene Gothaer Exerzierhaus ist es, abweichend von den übrigen Bauten, in Sichtfachwerk mit Backsteinausfachung errichtet. Die Gibelseiten zeigen, wie bei derartigen Gebäuden vielfach gebräuchlich, Freigespärre. Der Eingang dürfte ursprünglich an der Nordseite gelegen haben, die 1908 durch den eingeschobenen Bau eines Patronenhauses verschlossen wurde.



    - Militärbauten in Thüringen - Arbeitshefte des Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege Ausgabe 1998

    - Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau, Ergänzt mit Informationen aus Unterlagen/Dokumenten und Zeitzeugen

    - invenio.bundesarchiv.de

    - Informationsweiterverwendungsgesetz §2

  • Ganz in der Nordwestecke des Kasernengeländes steht das zweigeschossige Waschhaus, das später als Kammergebäude Verwendung fand. Wie der 1910 südlich davon errichtete, später als Wachgebäude genutzte Fahrzeugschuppen und das jenseits der heutigen Hauptzufahrt anschließende, mit der Außenwand ebenso in Umfriedungslinie stehende Arrestgebäude war es abgestimmt zum Hauptgebäude als Backsteinbau, gelber Verklinkert und blendfries im heutigen Traufbereich gebaut wurden. Eine beim Waschhaus nicht mehr umlaufende Attika schließt die anderen Gebäude nach obenhin ab.


    Eine im Nordbereich am Bayreuther Platz erhaltene, gemauerte Umfriedung umschloss ursprünglich das Kasernengelände. Die heute nicht mehr vorhandenen Haupteingänge haben nach der Planzeichnung von 1888 bis zu dem ab 1923 begonnen Bau der Wohnhäuser auf der Südseite des Exerzierplatzes an der Schwarzenburger Chaussee gelegen. Etwas ungewöhnlich aufgrund des daraus resultierten zusätzlichen Wachaufwandes waren sie an der Südwest- und der Südoststrecke des Kasernengeländes angelegt, von ihnen führten Fahrwege parallel zur Mauer bzw. zum Exerzierhaus vor das Hauptgebäude.

    Aufgrund ihres besonderen Zeugniswert wurde die Rudolstädter Kasernenanlage einschließlich der an der Schwarzenburger Chaussee stehenden späteren Wohngebäude 1992 unter Denkmalschutz gestellt.




    - Militärbauten in Thüringen - Arbeitshefte des Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege S.279 Ausgabe 1998

    - Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau, Ergänzt mit Informationen aus Unterlagen/Dokumenten und Zeitzeugen

    - invenio.bundesarchiv.de

    - Informationsweiterverwendungsgesetz §2

  • Kaserne Rudolstadt, Objekt I.jpg

      Beamer185 4/1975


    Legende zum Lageplan Kaserne Rudolstadt, Objekt I:
    A = Arrest
    DR = Diensträume Politabteilung und Abteilung Ausbildung
    W = Wache
    T = Tor, Fußgänger
    O = OvP (diensthabender Offizier vom Park und Gehilfe des OvP, GOvP)
    AP = Appellplatz
    PP = PKW-Parkplatz
    TA = Diensträume TA (Technik/Ausrüstung)
    Wst = Werkstatt
    HE = Haupteingang
    NE = Nebeneingang
    K = Küche
    LW = Arbeitsraum des Ladewarts im Keller
    TS = Tankstelle
    WPl = Waschplatz (Wasch-Wasser über Pumpe aus Saale)
    R = Rampe
    G1 = LKW Garagen W50/LA Transport, G5 Tankzug
    G2 = Garagen Ikarus 55 Musikkorps, W50/LA u. LA/A Transport u.
    Gefechtsfahrzeuge
    G3 = PKW Garagen Wartburg, Trabant 601 Kübel
    G4 = Garagen P3, Gefechtsfahrzeuge W50 LA/A, Robur LO
    MHO = Militärhandelsorganisation -WT2.Verkaufsstelle- 10 06 18 10 58, im Erdgeschoss
    B = Bibliothek, im Erdgeschoss
    M = Müllentsorgung


    Beamer185 1973-1975

  • Legende zur Kaserne Rudolstadt, Objekt I:



    I. Obergeschoss:
    Kaserne Rudolstadt, I. Obergeschoss.jpg

    1 – Verkaufsstelle MHO
    2 – Bereich Küche
    3 - Bibliothek
    4 – Dienstzimmer des StKdTA OSL Bernstein


    II. Obergeschoss:

    Kaserne Rudolstadt, II. Obergeschoss.jpg



    III. Obergeschoss:

    Kaserne Rudolstadt, III. Obergeschoss.jpg
    5 – Dienstzimmer KC 1. Kompanie Hptm. Zehner
    6 – Dienstzimmer Zugführer
    7 – Dienstzimmer StKCPA Oltn. Colditz
    8 – Dienstzimmer Hauptfeldwebel / Schreiber
    9 – Unterkunft PKW – Gruppe Wartburg
    10 – Unterkunft PKW - Gruppe P3, Trabant; {Mitglieder d. Regiments-Combo}
    11 – Unterkunft Transportfahrer W50, Ladewart
    12 – Unterkunft Gefechtsfahrer Robur LO


    Beamer185 1973-1975

Geben Wir den Standorten und ihren Objekten ein Gesicht/Ihre Geschichte


Diese Geschichte beginnt so, wie die meisten anderen enden; mit einem Abschied.

Es ist Sommer des Jahres 1990, die DDR Stirbt. Die historischen Wahrheit verschiebt sich,

Altes verschwindet, wird verschwiegen oder vertuscht.

Für mehr als 16 Millionen Menschen beginnt ein neues, unbekanntes Leben.


Hier finden Sie Bilder, Karten und Historische Erläuterungen zu den einzelnen Standorten/Objekten, welche Uns Angehörige der Grenztruppen und Bundesgrenzschutz und Unterstützer zugesandt haben.


Unser Dank für die Hilfe geht an:


dremi † - willi (BGS) - 94 - madonna680 - feuerwerker - elbgrenzer - probesendung941 - NPKCA - Thunderhorse (GSA Süd 1 Oerlenbach) - TreibhausEK89 - OfwGSZA80 - Ks2 - sf72 - LO Driver - Westsachse - KC Posseck - GAKl Andi - GR-44 - Mike59 - Strahlemann - Wolfgang - Grauer (BW) - GKUS64 - Greso - Jawa350 - Cambrino - resi 77 - rotrang † - mibau83 - nordpol - Waldersee (BGS) - Lassiter - CAT - Grenzwolf62 - Grenzfuchs - bendix - vierkrug - Harsberg - Hanne – hapedi † - habana - rasselbock - Eddy - Linna - John - Thomas 66 - waldlaeufer † - Waffenmeister - GR-15 - GKM - Rostocker - Hundemuchtel 88 -und all die anderen Helfer*


Quelle: Angehörige der Grenztruppen der DDR - GBrK - BGS - GZD - Verlage und Privat Bilder