Kant-Kaserne Bautzen

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    • Offizieller Beitrag

    NEU Infanterie Kaserne (Kant Kaserne)

    Lage: Kantstraße [...]

    Bauzeit: 1936/38

    Bauherr: Deutsche Wehrmacht

    Nutzung:

    1939 - 1940 Stab, II. Bataillon des Infanterie-Regiments 103

    1939 - 1945 versch. Ausbildungs- und Reserveeinheiten

    1948 - 1952 Grenzbereitschaft Bautzen

    1952 - 1961 Schule der Grenzpolizei , Abteilung „Diensthundewesen“

    1961 – Verlegung der „Zentrale Lehranstalt für Waffenwesen“ von Suhl nach Bautzen

    1967 – 1971 Umbenennung in „Spezialschule des Innern für Waffen- und Kraftfahrzeugwesen“

    1971 – 1988 nochmalige Umbenennung in „Schule für Versorgungsdienste des Ministeriums des Innern“

    1988 – 1990 Umbenennung in „Fachschule des Ministeriums des Innern „Fritz Schmenkel“

    ...

    1992 – 1994 Landespolizeischule

    1994 – Aus– und Weiterbildungszentrum Bundespolizei


    Bau- und Nutzungsgeschichte

    1936/37 begannen die Bauarbeiten, am 12. Juli 1938 wurde Richtfest gefeiert – unter großer Anteilnahme der Bautzener Bevölkerung.

    Am 14. Juli 1939 marschierte das II. Bataillon des Infanterie-Regiments 103 von der „König-Albert-Kaserne“ aus in die neue Unterkunft in der Kantstraße.


    Im Stabsgebäude waren die Wache und die Arrestzellen untergebracht. Im 1. Obergeschoss waren die Geschäftsräume und ein Abstellraum mit Schränken für verheiratete Unteroffiziere, die in der Stadt wohnen und sich dort umzogen.
    Im 2. Obergeschoss waren Wohnungen, Unterrichtsräume, Werkstätten und ein Geräteraum für die Nachrichtenstaffel. Die Waschräume für die Mannschaften befanden sich im Erdgeschoss. Auf dem Boden waren die Schuh- und Bekleidungskammer und ein Waffenreinigungsraum.
    Die drei Kompaniegebäude entlang der heutigen Thomas-Müntzer-Straße hatten große Fenster, eine Dampfheizung und Warmwasseranschlüsse.
    Das Wirtschaftsgebäude I fällt durch seinen Uhrturm auf. In ihm befanden sich der Mannschaftsspeiseraum, ein Aufenthaltsraum für Unteroffiziere, Küchenräume mit 4 Kochkesseln, 3 Bratöfen und mehrflammigen Gasherden sowie modernen Küchenmaschinen.
    Außerdem Waschräume für das Küchenpersonal, ein Lese- und Spielzimmer für den Stab und 3 Kompanien sowie die Dampfheizungsanlage.
    Auf den Dächern der Kompaniehäuser befanden sich Plattformen, die zur Aufnahme von Flakgeschützen dienten. Auf dem Wirtschaftsgebäude II ist eine solche noch zu sehen.
    Zum Kriegsbeginn rückte das II. Bataillon an die Front, und die Kaserne beherbergte in der Folge verschiedene Reserve- und Ersatzbataillone.
    Bei den Kämpfen im April `45 war die Kaserne zum Stützpunkt ausgebaut worden, und wurde infolgedessen unterschiedlich stark zerstört.


    Nach dem Krieg sollten in der Kaserne 183 Wohnungen geschaffen werden.
    Im Dezember 1946 waren davon 42 bereits bezogen und 36 an die Polizei übergeben. 1948 sollten die Gebäude aufgrund ihres militärischen Charakters abgebrochen werden. Dieser Beschluss wurde allerdings nur an der Reit- und Exerzierhalle und den Ställen vollzogen.
    Die drei Kompaniehäuser längs der Müntzer-Straße wurden Wohnungen, der Rest der ehemaligen Kaserne ging an das Kreispolizeiamt.


    Die Lehranstalt Bautzen wurde im August 1952 aufgestellt und im Juli 1961 aufgelöst.
    Sie hatte die Aufgabe, Hundeführer und Schutz-, Melde- sowie Fährtenhunde auszubilden.


    Juli 1962 - April 1971
    Die Ausbildungseinheit für Diensthundeführer wurde im Standort Schenkendorf aufgestellt. Sie übernahm die Aufgaben der früheren Hundeschule Bautzen der Deutschen Grenzpolizei. Ihre Aufgabe bestand in der Ausbildung von Diensthundeführern. An der Westgrenze wurden an unübersichtlichen Stellen sogenannte Hundelaufanlagen eingerichtet, in denen abgerichtete Diensthunde eingesetzt wurden. Außerdem gab es bei den Grenztruppen Fährtenhunde und Meldehunde.
    Mit der Auflösung zum 15. Apr. 1971 wurden die Aufgaben an der Unteroffiziersschule der Grenztruppen weitergeführt.


    Baubeschreibung

    1 – Stabsgebäude
    2 – Mannschaftshäuser II, III, IV
    3 – Wirtschaftsgebäude I
    4 – Mannschaftshaus I; später Wirtschaftsgebäude II
    Außerdem gehörten eine Reithalle, eine Exerzierhalle, Fahrzeughallen, Ställe, ein Kleinkaliberschuppen und Kleinkaliberschießstände zur Kaserne.


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    - Quellen: Archiv Bautzen, Bautzen als Garnisionsstadt I/ II „Bautzener Nachrichten“ 14.07.1939

    - Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau, Ergänzt mit Informationen aus Unterlagen/Dokumenten und Zeitzeugen

    - invenio.bundesarchiv.de

    - Informationsweiterverwendungsgesetz §2

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