Wangenheim-Kaserne Wismar

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    Wangenheim-Kaserne
    Lage: Philipp-Müller-Straße 18 [1936 Parkstraße ]
    Bauzeit: 1935/36
    Bauherr: Deutschen Reich
    Nutzung:
    12. Oktober 1935 II. Bataillon Infanterie-Regiment 89 5.-8.Kompanie
    05.10.1942 Grenadier-Regiment 89

    1945/48: *

    1948/52: Wohnungen
    1949: Theater Wismar [Exerzierhalle]
    1950/53: Fachschule für angewandte Kunst
    1952: Ingenieurschule für Maschinenbau
    1956/73: 7.Ausbildungsbataillon Grenzregiment-7 Wittenburg [1961/71]
    ...
    2017 Fachhochschule


    Bau- und Nutzungsgeschichte

    In Wismar wurde der Einzug der neuen Garnison mit viel Militär und einer Militärparade unter großer Anteilnahme Wismarer Bürger gefeiert.

    Wismar wurde 1935 mit dem Einzug des II. Bataillon Infanterie Regiment 89 in der Wangenheim-Infanterie-Kaserne eröffnet an der Parkstraße wieder Garnisonsstadt.

    13 Kasernengebäude, zweigeschossigen Haupthalle von 24 x 40 m, Maschinenhauses, Kammergebäude, Reit- und Exerzierhalle und das Stallgebäude.

    Schon ein Jahr später wurde dann am 19. November 1936 die neue Flak-Kaserne am Krukower Weg und Lübsche Burg durch das Flaksturmregiment 61 bezogen.

    Hinzu kam noch am 31. Januar 1939 das Luftwaffenlazarett an der Dammhusener Chaussee.


    Bis 1945 wurde die Kaserne durch das Infanterie Regiment 89 genutzt.

    Ab Mai 1945 wurden Teile der Kaserne einer neuen Zivilen Nutzung zugeführt und als Kasernen Standort geschlossen.


    Am 10. Januar 1948 werden die 13 Kasernengebäude an der Parkstraße zum Wohnungsausbau zur Verfügung gestellt. Hier hatten sich schon Flüchtlinge und Arbeiter der Werft eingerichtet.

    Die sowjetische SMAD verweist darauf, dass bis zum 1. April 1948 der militärische Charakter beseitigt werden muss.

    Einzelne Gebäude wurden Wohnungen, ab 1950 Fachschule für angewandte Kunst, ebenso der Ingenieurschule für Maschinenbau.

    Die Wismarer Ingenieurschule weiht am 30. April 1952 den ersten Bauabschnitt ihres neuen Hauptgebäudes an der Philipp-Müller-Straße auf dem Gelände der ehemaligen Infanteriekaserne ein. Danach sind auch schrittweise die Wohnungen wieder leer gezogen.


    Ab 1956 zog hier eine Grenztruppeneinheit der NVA bis zum Frühjahr 1973 ein.

    Im Bereich der Philipp-Müller-Straße zieht ab 1961 das 7.Ausbildungsbataillon des Grenzregiment-7 Wittenburg in die schon vorhanden Räume (ehemalige Wohnungen), diese Ausbildungseinheit verblieb bis Herbst 1972 unter der Bezeichnung Grenzausbildungsregiment-5 Perleberg II.Ausbildungsbataillon mit der 4. - 6.Ausbildungskompanie am Standort.


    Die Hochschule hatte lange darum gerungen, die Gebäude zu übernehmen, und erst als das Hochschulministerium finanzielle Mittel zum Bau von Kasernen für die Einheit in Goldberg bereitstellte, zogen die „Grenzer“ aus.

    1973 wurden die Objekte zur Nutzung an die Stadt abgeben, Umbauten zu Wohnung erfolgte zum zweiten mal.



    - Militärbauten in Mecklenburg Vorpommern

    - Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau, Ergänzt mit Informationen aus Unterlagen/Dokumenten und Zeitzeugen

    - invenio.bundesarchiv.de

    - Informationsweiterverwendungsgesetz §2

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Quelle: Angehörige der Grenztruppen der DDR - GBrK - BGS - GZD - Verlage und Privat Bilder