Karl-Günther-Kaserne Sondershausen

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    Karl-Günther-Kaserne
    Lage: 5400 Sondershausen, Moltkestraße/Niemöllerstraße (Kurl-Hafermalz-Straße 5)
    Bauzeit: 1899/90
    Bauherr: Deutsche Reich
    Nutzung:
    1950 - 1958 Offiziersschule der Deutschen Grenzpolizei
    1958 - Mot-Schützenregiment 23
    1965 - 28. Februar 1965 wurde die Kaserne anlässlich des 9. Jahrestages der NVA in "Anton-Saefkow-Kaserne" umbenannt.
    1975 - Panzerregiment 11
    1989 - Ausbildungsbasis 19
    1989 - 1. November 1989 trug die Kaserne den Namen "Otto-Buchwitz".
    1990 - Übernahme Bundeswehr
    1991 - Raketenartilleriebataillon 702
    1994 - Am 28. März 1994 wurde die Kaserne wieder in "Karl-Günther-Kaserne" umbenannt.
    2002 - Raketenartilleriebataillons 132
    2013 - Raketenartilleriebataillon 132 aufgelöst
    2014 - Feldwebel-/Unteroffizieranwärter-Bataillon 1 (FA/UA-Btl 1)


    Bau- und Nutzungsgeschichte


    Bauherren der Karl-Günther-Kaserne waren 1899/1900 das Deutsche Reich, 1914/1915 die Stadt Sondershausen, 1935 das Deutsche Reich und um 1970 die [definition='10','0'][/definition].
    Bereits in den Beschlüssen des Sondershäuser Gemeinderates wird 1901 das Ensemble, in Würdigung des regierenden Fürsten Karl Günther (1830 bis 1909), der den Bau veranlasste, als "Karl-Günther-Kaserne" aufgeführt.


    Um 1900 hieß der einstige Feldweg noch Kasernenzufahrtsweg. In der Gemeinderatssitzung am 11. September 1901 wurde beschlossen, diesen als "Moltkestraße" zu benennen. So hieß sie noch bis März 1946.
    Bis März 1949 hieß die Straße dann Niemöllerstraße. Auf Antrag der VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) wurde im März 1949 die Umbenennung in Kurt-Hafermalz-Straße beschlossen.


    Ende des 18. Jahrhunderts wird die „Fürstliche Garde“ des Fürsten Günther Friedrich Carl erstmals erwähnt.
    Am 5. Mai 1860 wird das Königlich Preußische 3. Thüringische Infanterieregiment Nr. 71 aufgestellt; sein 1. Bataillon wird am 17. September 1867 von Erfurt nach Sondershausen verlegt. Es bleibt bis 1914 dort stationiert.


    Während der Weimarer Republik ist ein Reichswehrbataillon in der Kaserne stationiert.


    Am 28. April 1925 werden die Reichswehreinheiten verlegt; in die Kaserne rückt ein Verband der grünen Landespolizei ein, später die Landespolizeischule Thüringens.


    1935 beginnt der Kasernenneubau, und im Oktober desselben Jahres bezieht die Aufklärungsabteilung 4 die Kaserne.


    In der Zeitung "Das Volk" war am 16. Februar 1948 zu lesen: "Die ehemalige Kaserne zu Sondershausen wurde zum Ausbau von Wohnungen frei gegeben.
    Die Um- und Ausbauarbeiten hat das Stadtbauamt übernommen... Der Umbau erfordert umfangreiche Sprengungen, mit denen am Sonntag, dem 15. Februar 1948 begonnen wurde..., Frohnmeier, Bürgermeister."
    Da, wo bis vor einiger Zeit die Bäume vor dem Kasernen-Block 002 in der Kurt-Hafermalz-Straße in schöner Doppelreihe standen, waren bei der Sanierung des Blocks die Sprengungen am Dachkasten und im Zaun noch zu erkennen.


    Das "Volk" vom 23. März 1948 berichtet: "Unsere Stadtvertreter tagten wieder. Einzelheiten über die Zukunftspläne für das Kasernengelände berichtete Stadtbauamtsleiter Haesler.
    Insgesamt sollen in der ehemaligen Kaserne 135 Wohnungen ausgebaut werden, wovon neun in den nächsten 4 bis 6 Wochen fertiggestellt sein können. In der sogenannten "Roten Kaserne" soll ein Behördenhaus eingerichtet werden.
    Ob der Ausbau der Kaserne rentabel ist oder nicht, hängt im wesentlichen Maße vom Land Thüringen ab, welches das Kasernengelände der Stadt Sondershausen für einen Zeitraum von 50 Jahren verpachten will.
    Der Pachtzins für diese Zeit würde ca. 350 000 RM betragen. Dazu kommen 600 000 RM Baukosten und ca. 750 000 RM Wirtschaftskosten."


    Das war der Stadt Sondershausen zu viel. Aus Kostengründen wurde aus den Bauplänen nichts. Die Gebäude blieben bis heute eine Kaserne.


    Zu DDR-Zeiten ist zunächst das Mot.Schützen-Regiment 23 der 4. Motorisierten Schützen-Division, dann das Panzerregiment 11 der 11. Motorisierten Schützen-Division und zuletzt die Ausbildungsbasis 19 (ABas-19)in der Kaserne stationiert.
    Am 2. April 1991 beginnt die Aufstellung des Raketenartilleriebataillon 702 (ab 1994 Raketenartilleriebataillon 132).
    Am 28. März 1994 erhält die Kaserne den Namen „Karl-Günther-Kaserne“.


    Heute ist hier das Raketenartilleriebataillon 132, die 3./ Raketenartilleriebataillon 12, die logistische Steuerstelle 32, eine Geräteausgabestelle, die Arztgruppe Sondershausen sowie die Bezirksverwaltung der Standortverwaltung Weißenfels untergebracht.


    Kasernen-Block 002
    Kasernen-Block 008



    - TZ Gerhard Axt / 06.05.17
    - total-lokal/Bundeswehr pdf / 2005

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