Rosa-Luxemburg-Kaserne Groß Glienicke

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    Rosa-Luxenburg-Kaserne
    Lage: Seeburger Straße [...]
    Bauzeit: 1936/39
    Bauherr: Deutsche Wehrmacht
    Nutzung:
    1937 - 1939 Stab, Panzerabteilung Nr. 67
    1939 - 1943 Panzer-Ersatz-Abteilung10 / Panzer-Ausbildungs-Abteilung 10
    1943 - 1945 Fahnenjunker-Lehrgang-2 Panzertruppen
    1944 - 1945 Panzerlehrbrigade
    1945 - 1951 Rote Armee
    1951 - 1955 133. Selbständige Pionierbrigade (KVP)
    1955 - 1961 Politoffiziersschule der Deutschen Grenzpolizei
    1961 - 1971 Grenzregiment 32
    1971 - 1990 Grenzregiment 34
    1990 - Übernahme Bundeswehr
    1990 - Altersheim, Schule
    1992 - 2010 Landesentwicklungsgesellschaft (Abriss von Objekten DDR-Bauten/Panzerhalle)
    2010 - 2017 Villenpark

    2018 - Waldsiedlung Groß Glienicke (Waldkaserne)


    Bau- und Nutzungsgeschichte


    Ab 1937 entstehen im Waldgebiet von Groß Glienicke rechts der Seeburger Chaussee eine großzügige Kasernenanlage für die Panzerabteilung Nr. 67 der Deutschen Wehrmacht.
    In zweijähriger Bauzeit entstanden bis zum Herbst 1939 auf dem weitläufigen Gelände zur Seeburger Chaussee hin vier dreigeschossige winkelförmige Mannschaftsgebäude mit hell brauner Verklinkerung und dunkelbraunen Pfannendächern.
    Die Verklinkerung der Mannschaftsgebäude macht die Anlage bauhistorisch bedeutsam, da diese Form der Verblendung für nationalsozialistische Kasernenneubauten die Ausnahme ist.
    Nördlich davon schloss sich die ebenfalls verklinkerte und heute als Schule genutzte dreiflügliche Krankenstadtion (geplant als Mannschaftsgebäude) an, deren repräsentatives Eingangsportal erhalten ist.
    Hinter diesen beiden Komplexen befand sich eine große Freifläche, die nach Westen hin von Werkstätten, Garagen und der Reithalle (technischer Bereich) genutzt wurde. Dazwischen lagen vier U-förmige eingeschossige Bauten, die als Werkstätten, Reparaturhallen und Garagen genutzt wurden.
    Am südwestlichen Ende des Areals befand sich eine kleine Kläranlage (Emmserbrunnen), die für die Wasseraufbereitung des Standortes angelegt worden war.


    1940 folgt die Panzerabteilung-10 und nach deren Abzug erfolgt 1943 die Einrichtung des Fahnenjunker-Lehrgang-2 der Panzertruppen und 1944/45 wird die Panzerlehrbrigade auf dem Kasernengelände eingerichtet.


    Nach einer kurzen Nutzungszeit der Roten Armee ab Ende des II. Weltkrieges geht die kriegsbeschädigte Anlage in den Besitz der 133. Selbständigen Pionierbrigade (KVP) über.
    1955 wird die "Politoffiziersschule der Deutschen Grenzpolizei in Groß-Glienicke eingerichtet. Ab 1961 beziehen die Grenztruppen das Kasernenareal der "Rosa-Luxemburg-Kaserne".
    Mit den Umstrukturierungen im Grenzkommando Mitte im Jahre 1971 verlegt man das GR-34 von Falkensee und Staaken nach Groß Glienicke.
    Ab 27. November 1972 werden die zuvor in Potsdam Ruinenberg untergebrachte Kompanie Chemische Abwehr-26 und die Pionierkompanie-26 nach Groß Glienicke zusätzlich ....*


    Nach 1990 werden die Gebäude für gemeinnützige Einrichtungen (Altenheim, Realschule etc.) umgebaut und genutzt.
    Nach der Wende und der beginnenden Auflösung der NVA entdeckten Künstler aus Potsdam und Berlin das Gelände für sich und nutzten die leerstehenden Hallen als Atelierräume.
    1992 übernahm die Landesentwicklungsgesellschaft die Verwaltung, bis das Gelände von der Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gewobag gekauft wurde. (2010)
    Mit Unterstützung des Kulturministeriums des Landes wurde 1995 der Förderverein Atelierhaus Panzerhalle gegründet, der sich zum Ziel gemacht hat, das Gebäude nicht nur als Produktions- und Ausstellungsstätte von Kunst,
    sondern auch als Denkmal des Übergangs von einer militärischen in eine kreativ-zivile Nutzung zu erhalten.
    Das Atelierhaus bietet 25 Künstlern zwischen 30 bis 200 Quadratmeter große Arbeitsräume. Regelmäßig finden in der Panzerhalle Ausstellungen statt.


    Am 30. Juni 2007 muss die Halle leer sein. Dann beginnen wir mit dem Abriss“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Gemeinnützigen Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin (Gewobag) den PNN auf Nachfrage.
    Geht es nach Kriegel, sind die Tage der Panzerhalle in Groß Glienicke als Atelierhaus und Ausstellungshalle endgültig gezählt. Anfang Dezember hatte die Gewobag die Kündigung der Nutzungsverträge an die Mieter geschickt.
    Sechs Monate haben die 20 Künstler aus Potsdam und Berlin Zeit, die Panzerhalle zu räumen.


    Villenpark Groß Glienicke



    - Dirk Becker - Potsdamer Neuste Nachrichten Online 1.2007
    - Thilo Wierzock
    - Hinter der Mauer - Axel Klausmeier - Zur Militärischen Infrastrukturen Ausgabe 2012 S.61
    - Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau, Ergänzt mit Informationen aus Unterlagen/Dokumenten und Zeitzeugen
    - invenio.bundesarchiv.de
    - Informationsweiterverwendungsgesetz §2

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Quelle: Angehörige der Grenztruppen der DDR - GBrK - BGS - GZD - Verlage und Privat Bilder