Kadettenanstalt Potsdam

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    • Offizieller Beitrag

    Militär- Kadettenanstalt Potsdam


    Lage: Heinrich-Mann-Alle, Horstweg und Nuthetal [Saarmunder Straße]

    Bauzeit: 1819/22

    Bauherr: Deutsches Reich

    Nutzung:

    1822/1920: (Militär-)Waisenhaus /Kadettenanstalt

    1894/1938: Heil- und Krankenanstalt

    1938/44: Büros/Wohnungen

    1942/45: Organisation Todt / Barackenlage aus fünf Gebäuden - Exerzierplatz

    1945/46: Landesregierung Potsdam

    1946/52: Landesregierung Mark Brandenburg

    1955/61: KVP

    1961/89: Grenztruppen

    1989/90: NVA

    1990: Bundeswehr

    Bundespolizeipräsidium
    Humboldt-Gymnasium
    Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg
    Landesamt für Umwelt


    Bau- und Nutzungsgeschichte


    Mit der Entwicklung der Stadt zum "Herz der Militärmonarchie" unter dem Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. gehörte es um 1727 zur Hälfte dem Militär-Waisenhaus in Potsdam – das hier ein Mädchen-Lazarett unterbrachte. 1769 kam noch ein Knaben-Lazarett und ein Beamtenwohnhaus dazu. Dieses Wohnhaus (Haus 2) ist das älteste noch existierende Gebäude auf der Liegenschaft.


    Napoleons Truppen besetzten 1806 Potsdam und machten das Gelände zu ihrem Hauptkavalleriedepot.

    1819 ordneten zwei „Kabinett-Ordres“ die Einrichtung einer Kadettenanstalt auf dem Garten- und Ackerland an, welche am 3. August 1822 feierlich eingeweiht wurde.

    1900 beschloss man eine grundlegende bauliche Erneuerung der vorhandenen Bausubstanz, die bis 1912 abgeschlossen wurde. Das klassizistische Hauptgebäude (Haus 12) wurde 1910 nach Plänen des Architekten Robert Klingelhöffer im Stil des Neobarock umgestaltet und durch Kaiser Wilhelm II. am 16. Oktober des gleichen Jahres eingeweiht. Es diente den Kadetten als Unterrichtsgebäude. Der Versailler Vertrag bestimmte die Auflösung der Kadettenanstalten im Deutschen Reich, so dass am 9. März 1920 mit einer Abschlussparade in Berlin die Geschichte der preußischen Kadettenkorps endete.

    1938 erfolgte der Umbau des Krankenhauskomplexes in einen Standort für die Brandenburgische Landesregierung und Wohnungen für die Bediensteten. Mit Kriegs bedingt begann im Sommer 1944 der Einbau von Luftschutzräumen in die Keller der Stadtionsgebäuden. Für die Verteidigung des Areals wurden "Deckungsgräben" ausgehoben. Die Organisation Todt beanspruchte ab Mitte 1942 das 1929 dazu gekaufte Areal des ehemaligen Exerzierplatzes für die Errichtung eines auf fünf Gebäuden bestehenden Barackenlagers " für den Nachschub der Organisation Todt Osteinsatz".

    Der Krieg hatte auch den paramilitärischen Standort an der damaligen Saarmunder Straße nicht verschont. Insbesondere der Luftangriff vom 14. April 1945 richtete schwere Schäden an den Gebäuden an. Alle vorhandenen Gebäude erlitten schwere Schäden an der Bausubstanz und waren nicht mehr nutzbar.


    In den ersten Nachkriegsjahren wurden unter den Bedingungen geringer finanzieller, materieller und personeller Mittel zuerst die Wohngebäude und anschließend nach der Einfriedung der Gesamtanlage die weiteren Gebäude saniert.


    Im Mai 1945 wurde der Standort Sitz der provisorische Landesregierung unter Hermann Kattner und ab September 1945 wurde der "Verwaltungsbetrieb Alte Zauche" Horstweg abgewickelt.

    Ab 1946/47 zog die Landesregierung der Mark Brandenburg in die nördlich gelegene Kadettenanstalt bis 1952.

    Von September 1961 bis 1971 war das Areal ebenso Standort der Stabseinheiten des Grenzregiment-48 Potsdam-Babelsberg

    Mit der Auflösung des Grenzausbildungregiment-50 [definition='48','0']SaGo[/definition] zum 15.11.1966 und der Verlegung der Einheiten und Technik zum 21.11.-26.11.66 nach Potsdam-Babelsberg, Heinrich-Mann-Alle bezogen diese es zum 30.10.1966 die ehemaligen Objekte der Kasernierten Volkspolizei.


    Von Juli 1990 an wurden die Liegenschaft neuen Nutzungen zurückgegeben.



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    - Hinter der Mauer - Axel Klausmeier - Zur Militärischen Infrastrukturen Ausgabe 2012 S.74

    - Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau, Ergänzt mit Informationen aus Unterlagen/Dokumenten und Zeitzeugen

    - invenio.bundesarchiv.de

    - Informationsweiterverwendungsgesetz §2

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Quelle: Angehörige der Grenztruppen der DDR - GBrK - BGS - GZD - Verlage und Privat Bilder