Prinz-Louis-Ferdinand-Kaserne Halberstadt

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  • Lage: Ebereschenhof - Prinz-Louis-Ferdinand-Kaserne

    Bauzeit: 1904 -1908

    Bauherr: Deutsches Reich

    Nutzung:

    1910 - 1918: Infanterieregiment-27

    1918 - 1933: Regiments-Stab und das Ausbildungs-Bataillon des 12. Infanterie-Regiments der Reichswehr

    1933 - 1945:

    1945 - 1945: 18.Mai bis 30.06. Englische Einheiten

    1945 - 1954: Wohnungen

    1954 - 1961: Stabsgebäude der 22.Grenzbereitschaft

    1961 - 1971: Stabsgebäude Grenzregiment-22

    1971 - 1973: Stabsgebäude GAR-7

    1974 - 1990: Ledigenwohnheim GAR-7

    1990 - 1996: Arbeitsamt

    1996 - 1998: Staatshochbauamt

    2007: Teilabriss von Gebäuden


    Bau- und Nutzungsgeschichte


    Die Prinz-Louis-Ferdinand-Kaserne bestand aus 22 Gebäuden, von denen neun die Zeit überdauert haben.

    Der beiliegende Plan soll die ursprüngliche Bebauung erläutern.


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    Ausgabe 3/2007 Magazin


    In dieser Kaserne war das 27. Infanterieregiment stationiert, das seit 1873 ständig in Halberstadt ansässig war. Die ursprüngliche
    erste feste Unterkunft in Halberstadt waren die so genannten Schnitterkasernen. Auch diese Kaserne ist inzwischen abgebrochen. 1904-1908 bekam das 27. Infanterieregiment also eine neue Kaserne, die vom Halberstädter Architekten und Stadtbaurat Köhler entworfen wurde. Die Kaserne war nach den neuesten Erkenntnissen der Preußischen Garnisonsbauordnung entstanden und wurde nach dem Preußischen Prinzen Louis Ferdinand benannt. Der äußere Eindruck dieser Gebäude ist sehr reichhaltig, im Material aufwendig und reich geziert.

    Die Gebäude drückten das Ansehen und die Bedeutung des Militärs in der Gesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts in Preußen aus.

    Die preußischen Militärkasernen waren äußerst fortschrittlich, verglichen mit anderen europäischen Staaten, da man zurecht davon überzeugt war, dass Soldaten, die unter guten hygienischen Gesichtspunkten lebten, gesünder sind und besser in der Lage sind, ihre Aufgaben zu erfüllen dieses nannte man Wehrertüchtigung. Die Armee in der damaligen Zeit war für viele junge Männer ein begehrter Ort, da sie hier häufig besser versorgt waren als die zivile Bevölkerung der unteren

    Schichten. Der Anschluss Halberstadts an das Eisenbahnnetz hat vermutlich wie vielerorts den Ausschlag gegeben, Soldaten landesweit und nicht mehr zentral zu kasernieren, da mit der Möglich-

    keit der Eisenbahn Truppenteile wesentlich schneller verlegt werden konnten, um sie im Bedarfsfall zu konzentrieren. Ebenso war es einfacher, das immer größer werdende Heer zu verteilen und zu

    versorgen. Das Gelände, auf dem die Louis-Ferdinand-Kaserne entstand, war bis dahin unbebaut gewesen, die begleitenden Straßen hießen schon damals Harmoniestraße und Südstraße.

    Die heutige Florian-Geyer-Straße entstand im Zuge der Bebauung und hatte den Namen Prinz-Louis-Ferdinand-Straße. Die Gebäude, die die Geschichtswirren überlebt haben und heute leider abgerissen werden müssen, hatten folgende Funktionen:

    Die vier kleineren Gebäude Ebereschenhof Nr. 2,3, 7 und 8 hatten pro Etage zwei Wohnungen. Hier wohnten verheiratete Unteroffiziere.

    Die beiden größeren Gebäude Nr. 4 und 9 an der Südstraße und an der Ecke Harmoniestraße waren Mannschaftsquartiere.

    Diese Gebäude waren mit je ca. 400 Soldaten belegt. Von diesen Gebäuden gab es ursprünglich sechs.

    Wir können davon ausgehen, dass zeitweilig 2000 bis 3000 Soldaten hier stationiert waren und können daraus ableiten, dass diese Kaserne, die nicht die einzige in Halberstadt war,

    ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor für die Stadtgewesen ist.

    Zum Schluss sollte nicht unerwähnt bleiben, dass nach Abbruch der Gebäude, die im Eigentum der HaWoGe sind, noch drei Gebäude erhalten bleiben werden, da sie in Privat- bzw. in Landesbesitz sind.

    Ironischerweise gehört auch das ehemalige Magazingebäude an der Florian-Geyer-Straße, in dem es 2005 gebrannt hat, zu den verbleibenden Gebäuden. Dieses Gebäude ist nicht in städtischem

    Besitz. Dieses Gebäude ist Privatbesitz.


    - Christof Halleger, Architekt

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Quelle: Angehörige der Grenztruppen der DDR - GBrK - BGS - GZD - Verlage und Privat Bilder