Ruinenbergkaserne Potsdam

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  • Ruinenbergkaserne Bornstedter Feld

    Lage: Jägervorstadt - Potsdam, An der Einsiedelei 6

    Bauzeit: 1885 - 1887

    Bauherr: Deutsches Reich

    Nutzung:

    1987: 1. Garde-Ulanen-Regiment

    1919: Reichswehr

    1932: Infanterie Regiment 9

    1938: III. Abteilung Artillerieregiments 23 Deutsche Wehrmacht

    1945: Rote Armee

    1955: 2. Mechanisierten Abteilung KVP

    1956: 2. Mechanisiertes Regiment NVA (30.04.1956) [Umzug 1958 -> Stansdorf]

    ...

    1965: Nachrichtenbataillon, Kompanie Chemische Abwehr und die Pionierkompanie der Stadtkommandantur Berlin

    1971: Musikkorps / Millitärhandelsorganisation (MHO)

    1990: Bundeswehr

    1991: Potsdamer Arbeitsamt / Ministerien der Landesregierung


    Bau- und Nutzungsgeschichte


    Die Ruinenbergkaserne ist die älteste Kaserne am Bornstedter Feld und markierte den Beginn des sukzessiven Auswanderns der millitärischen Liegenschaften jenseits der Stadtgrenzen auf das Land. 205

    Erbaut von 1885 bis 1887 im neugotischen Stil für das 1. Garde-Ulanen-Regiment erstreckte sich die Kaserne zwischen dem ostwärtigen Ausläufer des Ruinenbergs und der Pappelallee. Die repräsentativ und burgenartig gestaltetet Anlage umfasst auch Pferdeställe, Reithallen und Reitplätze.

    Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Kaserne von der Reichwehr weiter genutzt und zu dem wuchs in direkter Nachbarschaft die Wohnsiedlung, "Vaterland II", in der viele Offiziere mit ihren Familien wohnen konnten. Für die Wehrmacht zog bis zur Mitte der vierziger Jahre die III. Abteilung des Artillerieregiments 23 ein.

    Einzigartig ist die Ruinenbergkaserne im Vergleich zu den anderen Nachbarkasernen auf dem Bornstedter Feld durch den Auszug der Roten Armee nach kurzer Besetzung. Die Anlage, bald als "Kaserne am Voltairweg" 206 bezeichnet, wurde für die Aufstellung von Volkspolizeieinheiten der Hauptverwaltung Ausbildung freigegeben. Die Volkspolizeieinheiten wuchsen zuerst zur 2. Mechanisierten Abteilung (MSA) der Kasernierten Volkspolizei (KVP) und ab 1956 zum 2. Mechanisierten Regiment (MSR) der 1.Mechanisierten Division der Nationalen Volksarme (NVA) auf. Nach dem Umzug des späteren MotSchützen Regiments 2 nach Stahnsdorf wurde die Kaserne bis zur Wende durch ein Musikkorps und durch die Millitärhandelsorganisation der Nationalen Volksarmee benutzt. 207

    Durch den Hausherrn NVA wurde die Bundeswehr zum direkten Folgenutzer und nutzte die Kaserne noch bis 1995 als Quartier für das Heeresmusikkorps 400, bis es nach Berlin umzog.


    Bis 2007 diente die Ruinenbergkaserne als Interimsquartier für das Potsdamer Arbeitsamt und für Ministerien der Landesregierung


    205: Vgl. Rink Ortslexikon, S.541

    206: Die Umbenennung wurde zur besseren Unterscheidung mit der neuerrichteten "Kaserne am Ruinenberg" notwendig. Dort baute die NVA in Plattenbauweise die Liegenschaften für das Pionierbataillon-24 und das Flugplatzpionierbataillon-14 am nordwestlichen Ausläufer des Ruinenberges.

    Die Anlage ist heute baulich heruntergekommen und nur in Teilen als Filmarchiv genutzt. prägend ist jedoch weiterhin die unmittelbar angrenzende ehemalige Soldatensiedlung, die heute Weiterhin als Wohnquartier in Plattenbauweise genutzt wird.

    Vgl. Reichhardt (2008), Kapitel 41 - NVA "Objekt" am Ruinenberg

    207: Vgl. Reichhardt (2008), Kapitel 18 - Ruinenbergkaserne


    - Konversion und Stadtentwicklung in Potsdam: Das neue Bornstedter Feld - Oliver Palkowitsch - 2011

    - Militärbauten in Potsdam

    - Bundesarchiv-Militärarchiv in Freiburg im Breisgau, Ergänzt mit Informationen aus Unterlagen/Dokumenten und Zeitzeugen

    - invenio.bundesarchiv.de

    - Informationsweiterverwendungsgesetz §2

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Geben Wir den Standorten und ihren Objekten ein Gesicht/Ihre Geschichte


Diese Geschichte beginnt so, wie die meisten anderen enden; mit einem Abschied.

Es ist Sommer des Jahres 1990, die DDR Stirbt. Die historischen Wahrheit verschiebt sich,

Altes verschwindet, wird verschwiegen oder vertuscht.

Für mehr als 16 Millionen Menschen beginnt ein neues, unbekanntes Leben.


Hier finden Sie Bilder, Karten und Historische Erläuterungen zu den einzelnen Standorten/Objekten, welche Uns Angehörige der Grenztruppen und Bundesgrenzschutz und Unterstützer zugesandt haben.


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